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Neubau Büro- und Geschäftshaus Werner-Bock-Strasse 38 in Bielefeld

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Arbeiten in schwindelnder Höhe

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Der Kirchturm der Liebfrauenkirche Bad Salzuflen wird von Stenner und Keitel neu mineralisch verputzt.

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Meister Viktor Keitel fährt eine Gruppe Kinder nach oben.



Toskana in Norddeutschland

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In einer privaten Schwimmhalle in Norddeutschland malen die Maler von Stenner und Keitel

einen Freskenzyklus mit Zitaten aus der florentinischen Renaissance als Fries in Kalkfresko.

fries1 Konzeption, Entwurf und Ausführung Götz Keitel. Insgesamt wurden 28 Szenen frei nach Fresken aus Florez gemalt, z.B. nach Motiven des Masaccio in der Brancachi - Kapelle in Santa Maria del Carmine.

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Im Whirpool - Bereich wurden große Fresken mit Säulen und Quaderungen gemalt.

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 Der krönende Abschluss ist ein großes Fresco in einem gequaderten

Gewölbe im Obergeschoss vor der Sauna.

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Museumsfest mit Liebesschwur

Schönfeldsche Villa zeigt Stadtgeschichte am Schicksal einer Familie / Viel Zuspruch zum bunten Programm
 Herford. Gleich zwei Familiengeschichten wurden gestern fortgeschrieben: Die Enkelinnen von Fritz und Grace Streuber, die die Restaurierung der Villa Schönfeld finanziell ermöglicht hatten, durchtrennten das rote Band zur Wiedereröffnung des Städtischen Museums.
Und die Ururur-Enkel des Erbauers Heinrich Schönfeld spielten mit Mosaiksteinen, die von den Museumspädagogen dem Parkett des Saals nachempfunden waren. Auch viele andere Familien ließen sich vom abwechslungsreichen Programm locken.
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"Das gütige Schicksal, das uns für einander bestimmte, das fügte, daß ich Dich, meinen Engel fand, es hat auch gewollt, daß ich Dich mit all der Liebe lieben sollte, die nur dem Menschen verlieh’n, Dir zugethan, so fest und treu und innig, daß nichts im Leben mich von Dir trennen kann."
Die gefühlvollen Zeilen Heinrich Schönfelds an seine Frau Emilie sind Teil von 62 Liebesbriefen, die die Familie bewahrt und der Leiterin des Museums, Sonja Langkafel, anvertraut hat. Der Schauspieler Gregor Henze trug Teile dieses Schatzes , der der nackten Baugeschichte der Villa erst Leben einhaucht, fesselnd vor. Auch die multimedial präsentierten Familienfotos faszinierten die Besucher. Bürgermeister Bruno Wollbrink wünschte sich in seinen Eröffnungsworten mehr Unternehmer wie Fritz Streuber, die sich so dem Gemeinwohl verpflichtet fühlen. Wenn es einer Stadt nicht gelinge, ihre Geschichte zu präsentieren, verliere sie ihr Gesicht. "Wir stehen am Anfang von mehr", deutete Wollbrink mit Blick in Richtung der Vertreter des Geschichtsvereins an, die in einem "Museum am Münster" die mittelalterliche Blütezeit Herfords zeigen möchten. Professor Dr. Michael Krautzberger vom Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, unter deren Dach die Grace-und-Fritz-Streuber-Stiftung arbeitet, hob hervor, dass der Schutz von Baudenkmälern immer stärker auf privates Engagement angewiesen sei. Es sei eine Kunst, aber notwendig, diese privaten Förderer zu vernetzen. Er freute sich, dass in der Bevölkerung die Bewahrung des baukulturellen Erbes tief verankert sei. Äußerst zufrieden mit dem Ergebnis der Sanierung des Hauses und den ersten Ansätzen einer Präsentation von Bau- und Familiengeschichte zeigten sich sowohl die Familien Streuber als auch Schönfeld. "Frau Langkafel ist ein Goldstück", schwärmten sogar Brigitte und Eckhard Schönfeld, die versprachen, weitere Original-Möbelstücke, in denen heute noch gelebt werde, zur Verfügung zu stellen. "Es ist schön und außergewöhnlich, wenn die Familiengeschichte so wieder lebendig wird." Zur Lebendigkeit des Nachmittags trugen vor allem die jungen und gestandenen Musiker von Musikschule und Philharmonie bei, die auf ihre Weise Hausmusik aufleben ließen. Restaurator Viktor Keitel zeigte die Vorteile von Starkbier in der Lasur.Tränen gelacht wurden im "Studio 1900", wo man sich für ein Foto mit Hüten, Federboas, Schirmen und Zigarren um 100 Jahre zurückversetzen ließ. VON FRANK-MICHAEL KIEL-STEINKAMP ;FOTO: FRANK-MICHAEL KIEL-STEINKAMP


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Eröffnung: 26. Mai

Am Sonntag, 26. Mai, soll die Villa Schönfeld nach denkmalgerechter Innensanierung eröffnet werden. Auf Fundamentmauern der Stadtbefestigung ließ der Herforder Textilfabrikant Heinrich Schönfeld von 1874 bis 1876 eine repräsentative Residenz im Stil der Neorenaissance errichten. Besucher sollen einen lebendigen Eindruck dieser Pracht erhalten. Die Ornamente an der Wand sollen säulenhaft wirken und den Raum zwischen den Türen gliedern. Sie werden mit Hilfe von Schablonen aufgetupft , die von Originalfragmenten abgepaust wurden. Auch die Türen und das Geländer der Balustrade hat Götz nach einem weißen Grundanstrich mit Bierlasur behandelt, so dass es wie Holzmaserung anmutet. "So hat man früher günstiges heimisches Holz in vornehmes Tropenholz im Kolonialstil verwandelt." Für die Lasur der Türen hat Götz eine ganze Kiste Bier benötigt - bis auf eine Flasche, die gemopst wurde. "Da hatte wohl jemand Durst", vermutet der Malermeister.
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Mit der Technik des Großvaters Götz Keitel braucht drei Flaschen Bier für die Ornamente der Schönfeldschen Villa

Herford. Die Zeit, da auf dem Bau immer eine Kiste Bier für die Handwerker bereit stehen musste, sind vorbei.
Nicht so in der Villa Schönfeld, die seit vergangenem Jahr als Zeugnis Herforder Stadtgeschichte innen denkmalgerecht saniert wird. Der Bielefelder Malermeister und Restaurator Götz Keitel trägt in der letzten Phase der Arbeiten mit Bierlasur Jugendstil-Ornamente in der Lichthalle auf. Karolin Wiench legt unterdessen den Mosaik-Fußboden im Foyer frei.
"Drei Flaschen Paulaner Salvator brauche ich für die Ornamente", verrät Götz. Warum darf es nicht Herforder Pils für die Mischung mit grauem Ruß sein? "Das Starkbier ist das Lösemittel für Farbpigmente. Ich brauche die hohe Stammwürze von 18 Prozent. Dann lässt es sich gut verarbeiten." Götz hat die Technik von seinem Großvater gelernt. Die Ornamente an der Wand sollen säulenhaft wirken und den Raum zwischen den Türen gliedern. Sie werden mit Hilfe von Schablonen aufgetupft , die von Originalfragmenten abgepaust wurden. Auch die Türen und das Geländer der Balustrade hat Götz nach einem weißen Grundanstrich mit Bierlasur behandelt, so dass es wie Holzmaserung anmutet. "So hat man früher günstiges heimisches Holz in vornehmes Tropenholz im Kolonialstil verwandelt." Für die Lasur der Türen hat Götz eine ganze Kiste Bier benötigt - bis auf eine Flasche, die gemopst wurde. "Da hatte wohl jemand Durst", vermutet der Malermeister. Die Arbeit macht ihm Spaß und noch gibt es Aufträge im Denkmalschutz. Mit Sorge blickt er aber in die Zukunft: "Das Land hat die Denkmalmittel fast auf Null gestrichen." Die Restauratorin Karolin Wiench aus Wismar hat Teile des Mosaikfußbodens im Eingangsbereich der jahrzehntelang als stadtgeschichtliches Museum genutzten Villa mühevoll und mit Unterstützung des Malermeisters wieder freigelegt. Jetzt kann sie sehen, wie der Zustand unter einer dicken Schicht von Estrich, PVC, Leim und Teppichboden ist. "Der Terrazzo-Boden ist sehr gut erhalten", schwärmt sie. "Es würde sich lohnen, ihn wieder herzustellen." Für die noch unbezifferten Kosten hat Museumsleiterin Sonja Langkafel aber kein Geld in ihrem Restaurierungsetat von rund 600.000 Euro, der überwiegend aus Mitteln der Grace-und Fritz-Streuber-Stiftung stammt. Sie hofft auf weitere Förderer.
VON FRANK-MICHAEL KIEL-STEINKAMP
FOTO: FRANK-MICHAEL KIEL-STEINKAMP
NW Herford 28.03.2013